FAQ Furniere

Hier finden Sie die Antworten nach denen Sie schon lange suchen. Falls Sie noch mehr Fragen haben, kontaktieren Sie uns und wir helfen Ihnen weiter.

Bei Furnier handelt es sich um dünne Blätter aus Holz (0,3 bis 6 mm), die durch Sägen, Messerschnitt oder Schälen vom Stamm abgetrennt werden. Anschließend werden sie auf ein Trägermaterial aufgeleimt. Trägermaterialien können Spanplatten, MDF-Platten (= mitteldichte Faserplatten), Multiplexplatten oder Sperrholz sein.

Furnier gehört zum Edelsten, das man aus Holz herstellen kann. Früher konnten sich nur Könige, Adlige und reiche Bürger furnierte Möbel leisten. Heute ist echtes Holz für jeden erschwinglich.

Die Oberfläche furnierter Möbel wird durch Lack, Öl oder Wachs geschützt. Diese Schutzschicht unterstreicht zum einen die Schönheit des Holzes, zum anderen trägt sie zur Langlebigkeit und Pflegeleichtigkeit des Möbelstückes bei. Es reicht völlig aus, Staub regelmäßig mit einem weichen, trockenen Tuch oder einem leicht feuchten geschmeidigen Leder in Faserrichtung des Holzes abzuwischen. Man kann dem Wasser auch etwas Spülmittel zufügen.

Verboten sind bleichende Zusätze (z. B. Zitrone) wie auch alle anderen Reinigungs-, Putz- oder gar Scheuermittel. Lackierte Furnieroberflächen dürfen nicht mit Mikrofasertüchern gereinigt werden. Säurehaltige Flüssigkeiten, z. B. Fruchtsäfte oder Alkohol, sollten sofort abgetupft und die Fläche dann mit einem feuchten Leder nachgewischt werden.

Kleinere Kratzer und Schrammen lassen sich in Furnier leicht ausbessern. Sie können mit Möbelhartwachs im Holzfarbton gefüllt und anschließend mit dem passenden Lack oder Lasur überzogen werden. Abgelöstes Furnier kann mit Holzleim oder einem Spezialkleber wieder befestigt werden.

Mittels erhaltener Objekte und Abbildungen auf Grabmälern und Keramiken kann man den Weg des Furniers von Ägypten über Griechenland und das Römische Reich bis in das Mittelalter verfolgen. Eine Blütezeit erlebte Furnier in der Renaissance (ab 1350 in Italien), im Barock und im Rokoko.

Ab dem 15 Jahrhundert verwendete man per Hand geschnittene bzw. abgehobelte, kleinflächige, dünne Holzteile zum Belegen von teuren Truhen und Schränken sowie weiteren Möbeln. Die Herstellung selbst kleiner Mengen Furnier war in jenen Zeiten so arbeits- und zeitaufwändig, dass diese Technik ausschließlich für dekorative Zwecke eingesetzt wurde und die hergestellten Objekte nur wohlhabenden Bevölkerungsschichten vorbehalten waren.

Anfang des 19. Jahrhunderts gelang es, die Arbeitsmethoden der Furnierherstellung zu mechanisieren. Der Übergang von der handwerklichen zur industriellen Herstellung ermöglichte die Verarbeitung von Furnieren in großen Mengen. Die erste Furnierfabrik in Deutschland wurde 1843 in Freiburg gegründet. Mit der Inbetriebnahme der ersten Messermaschinen in Hamburg (1870) entstand die heutige Furnierindustrie.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis Mitte der 1960er Jahre war Furnier das dominierende Oberflächenmaterial. Grund war der zunehmende Einsatz von Holzwerkstoffen (insbesondere Spanplatten) in der Möbel-, Türen-, und Paneelindustrie.

Heute werden furnierte Möbelstücke von fast allen Möbelhäusern, Schreinereien und Tischlereien angeboten. Sie sind für jeden erschwinglich und verschönern Millionen Wohnzimmer, Küchen, Flure und Schlafzimmer mit ihrer einzigartigen, natürlichen Oberfläche.

  • Rundschälen

  • Exzentrisch halbrund schälen

  • Flachmessern

  • Echtquartier messern

  • Riftschälen

  • Vierteln auf Blume schälen

  • Fauxquartier messern

„Nachhaltigkeit“- dieses Stichwort wird seit einiger Zeit in vielen Bereichen immer wieder gerne zur Profilierung in Sachen Umwelt angeführt. Was hier als neues Thema gilt, das praktizieren furnierverarbeitende Unternehmen schon immer: einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Die deutsche Furnierindustrie sieht sich in der Verantwortung für den nachwachsenden Rohstoff Holz und für eine naturverträgliche Holzernte auf der Basis einer nachhaltigen Forstwirtschaft.

Dabei geht es nicht nur um die Begrenztheit von Rohstoffen oder die Belastung der Umwelt durch Schadstoffe. Der verantwortungsbewusste Umgang mit der Natur beginnt bereits bei der Verwendung von Holz. Furnier ist dabei eine äußerst ökonomische Form der Holznutzung: Aus einem Baumstamm von 2,40 m Länge und 0,50 m Durchmesser können ca. 300 qm Möbeloberflächen mit Furnier gestaltet werden. In den Trägermaterialien von Furnier werden außerdem nahezu alle bei der Holzernte anfallenden Stammteile verwendet. Das Holz wird damit optimal und (nicht nur) im Sinne der Nachhaltigkeit perfekt genutzt.

Furnier hat aufgrund seiner geringen Dicke nur wenig Einfluss auf die akustischen

Eigenschaften eines Bauteils und kann damit kaum einen Anteil zum Schallschutz leisten. In der Regel werden bei solchen Anforderungen Mikrobohrungen auch Mikroperforierung genannt oder Schlitze bzw. Fräsungen über die ganze Fläche verteilt, um den Absorptionsgrad zu erhöhen.

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