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Furnierte Platten | Furnierzusammensetzung

Fadenfügung

Mit einem Fügefaden, der im Zick Zack Verfahren auf die zwei zusammenzusetzenden Furnierblätter aufgebracht wird, werden diese aneinander befestigt. Nach dem Verpressen der zusammengesetzten Furniere auf das jeweilige Trägermaterial tritt bei dieser Art der Furnierzusammensetzung gelegentlich das Problem auf, dass einerseits die Furnierblätter lose zusammengehalten werden, ohne daß die eventuell auftretenden Zwischenräume zwischen den Blättern ausgefüllt werden und andererseits, daß der Faden durch das Deckfurnier durchschimmert und sich an der Oberfläche als störende Zick Zack Linie abzeichnet.

Fugenverleimung

Bei dieser Art der Furnierzusammensetzung werden die einzelnen Furnierblätter im Paket parallel geschnitten, gefräst und beleimt, so dass jedes einzelne Furnierblatt an den Kanten mit Leim belegt ist, die dann unter Druck und Temperatur bei fachmännischer Ausführung dicht zusammengesetzt werden.

Durch das Weglassen der Fügefäden bei dieser Technologie wird das Problem des Durchzeichnens ausgeschlossen.

Beim Zusammensetzen der an den Kanten beleimten Furnierblätter kommt es vor, dass Fügeleim an der Fugenoberfläche austritt.

Diese Leimreste werden in der Regel beim Oberflächeschliff der furnierten Platten entfernt. Da jedoch in seltenen Fällen Beizen oder Lacke verwendet werden, die mit eventuell verbliebenen Leimresten reagieren können, ist darauf zu achten, daß vor dem Aufbringen der Beiz-, Öl- oder Lackoberflächen, diese mit einem sauberen Fertigschliff versehen werden.

Hersteller von Beizen, Ölen und Lacken sind gerne bereit Auskunft zu geben, ob etwaige Oberflächenbeschichtungsmaterialien mit Resten von Fugenleimen (PVAC oder Kaurit) reagieren können.

Bei Verwendung spezieller Beizen und Lacke sollte dies im Vorfeld abgeklärt werden sowie unbedingt Muster angefertigt werden, um die Verträglichkeit zu überprüfen.