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Furniere | Herstellung

Furniere | Herstellung

Lagern und Entrinden

Um Stämme sachgerecht zu lagern, müssen sie ständig mit Wasser berieselt werden. Durch die Feuchtigkeit werden Farbveränderung und Rissbildung durch Austrocknen vermieden. Um das Rohholz für die Messer- und Schälmaschinen vorzubereiten, wird es entrindet. Dabei werden Fremdmaterialien wie eingedrückte Steine, eingeschlagene Nägel, Sand oder Erde entfernt.

Ablängen

Um eine optimale Ausnutzung und Qualitätssortierung zu erreichen, werden die Stämme nach Wuchsmerkmalen, Form und Längenvorgaben abschnittweise eingeteilt. Entsprechend der Form- und des Herzrisses werden sie für das spätere Aufsägen markiert.

Kochen / Dämpfen

Durch das Kochen oder Dämpfen in heißem Wasser werden zwei Effekte erzielt: Dem Holz wird die notwendige Geschmeidigkeit gegeben, um einen glatten Schnitt und damit eine einwandfreie Aufarbeitungsqualität zu gewährleisten. Durch die Dauer des Koch- bzw. Dämpfvorgangs wird die Farbe des Furniers beeinflusst. So verändert sich z.B. die ursprünglich weiße Farbe der Buche durch das Dämpfen zu einem rosa- bzw. lachsfarbenen Ton. Abhängig von der Holzart und dem Farbanspruch sind Dämpfzeiten von einem Tag bis zu zwei Wochen notwendig.

Messern / Schälen

Im nächsten Schritt wird das Holz in dünne Schichten geschnitten – oder wie die Fachleute sagen „gemessert“ oder „geschält“. Man unterscheidet zwei Maschinentypen zur Furnieraufbearbeitung: Messermaschine und Schälmaschine, sowie verschiedene Aufarbeitungsarten. Je nachdem, welche Maschine und welche Aufbereitungsart verwendet werden, erhält man unterschiedliche Ergebnisse. Für die Qualität der Aufarbeitung ist es von entscheidender Bedeutung, dass das Messer mit einer Genauigkeit von 0,1 mm exakt eingestellt ist. Nur dann kann eine einwandfreie Qualität garantiert werden.

Trocknen, Schneiden und Sortieren

Das Trocknen der noch nassen Furnierblätter geschieht in Trocknern, die gleichzeitig einen Bügeleffekt haben. Auch beim Trocknen werden von Holzart zu Holzart unterschiedliche Durchlaufzeiten und Temperaturen gewählt. Zu trockene Furniere sind brüchig und können nicht weiterverarbeitet werden, zu feuchte Furniere können schimmeln und sind dann ebenfalls nicht mehr verwendbar. Im trockenen Zustand werden die Furniere fachgerecht gebündelt und zugeschnitten. Die Ränder werden begradigt und Wuchsunregelmäßigkeiten bei Bedarf herausgeschnitten. Entsprechend den vielseitigen Verwendungszwecken werden spezielle Qualitäten vom Produzenten vorsortiert. Dies erfolgt entsprechend den Kundenvorgaben bezüglich Dimension, Struktur und Preis.